25 Jahre Bistum Pilsen: Bischof Rudolf Voderholzer und Bischof Tomáš Holub feiern zusammen im Kloster Tepla

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20.09.2018
Harald Beitler, Bischöfliche Presse und Medienabteilung

Mit einem Pontifikalgottesdienst, vielen Angeboten und Ständen sowie einer diözesanen Preisverleihung im Blauen Saal feierte das Bistum Pilsen in der Klosterkirche Tepla und auf dem Gelände rund um das Gotteshaus sein 25-jähriges Bestehen. Die diözesane Wallfahrt des Bistums Pilsen nach Tepla hat in der Diözese eine lange Tradition. Dazu kamen aber nicht nur Wallfahrer aus allen Regionen der Bistums Pilsen, sondern auch Pilger aus dem Nachbar- und Partnerbistum Regensburg sowie aus weiteren Regionen Bayerns und zum Teil darüber hinaus.

„Es ist Ausdruck der in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Freundschaft, der guten Beziehungen, der guten Nachbarschaft. Mit dem emeritieren Bischof František Radkovský und dem amtierenden Tomáš Holub verbindet mich auch eine Freundschaft und da konnte ich nicht Nein sagen, als man mich hier eingeladen hat, um mitzufeiern und sogar der Eucharistiefeier vorzustehen.“ Bischof Rudolf ist von dieser grenzübergreifenden Freundschaft immer wieder begeistert: „Es sind viele Heimatvertriebene, die jetzt zurückkommen und sich um ihre Taufkirche und ihre Friedhöfe kümmern. Es gibt erstaunlich viele Initiativen von Pfarreien und Privatleuten und viele Wallfahrten jenseits und diesseits der Grenze und viele Partnerschaften. Bei solchen Gelegenheiten wie heute trifft man sich und da sieht man erst, wie viel auf der persönlichen Ebene schon gewachsen ist, und das ist natürlich ein wunderbares Zeichen.“

 Höhepunkt der Feierlichkeiten war ganz sicher der Pontifikalgottesdienst am Nachmittag in der Klosterkirche, dem der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer vorstand. Die Besonderheit dabei – der Regensburger Bischof zelebrierte auf Tschechisch. „Ich musste mich sehr vorbereiten und habe viele Hörproben genommen. Hoffentlich war meine Aussprache einigermaßen gut.  Ein bisschen Sorge hatte ich schon ob das gehen wird, aber man ist sehr ,höflich´ und hat das gut angenommen“, so Bischof Rudolf. Seine Predigt hielt der Bischof dann aber auf Deutsch und sie wurde von Bischof Holub für die Gemeinde übersetzt. Am Ende der Predigt überreichte Bischof Rudolf sozusagen als Geburtstagsgeschenk und als Zeichen der „inneren und tiefen Freundschaft“ ein Replikat des sogenannten Wolfgangskelches an Bischof Tomáš Holub. „Der Kelch als Symbol der Eucharistie ist für mich ein Symbol, dass wir die gemeinsame Erlösung anstreben. Die Eucharistie verbindet uns natürlich. Der Kelch der aus Regensburg kommt und jetzt bei uns in der Eucharistie eingesetzt wird – das ist ein weiteres Symbol dafür, dass wir gemeinsam gehen“, so Bischof Tomáš Holub in seinen Dankesworten.      

 Die Diözese Pilsen, die zweitjüngste Diözese in der Tschechischen Republik, wurde mit der Bulle vom 31. Mai 1993 durch Papst Johannes Paul II. errichtet. Das Gebiet der Diözese umfasst den Großteil der Region Pilsen, die Region Karlsbad und einige Gemeinden der Region Aussig und der Mittelböhmischen Region. Erster Bischof des Bistums war František Radkovský, der die Diözese 23 Jahre lang geleitet hat. Am 30. April 2016 fand im Bistum die erste Bischofsweihe überhaupt statt und Bischof František wurde in seiner Funktion als Diözesanbischof von Tomáš Holub abgelöst, den Papst Franziskus zum neuen Bischof der Diözese Pilsen ernannt hat. Das Bistum Regensburg und das Bistum Pilsen blicken auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück, die zurückreicht bis in die Tage des heiligen Bischofs Wolfgang und der Gründung des Bistums Prag im Jahr 973, aus dem schließlich die Diözese Pilsen hervorgehen sollte. Nach der Bistumsgründung im Jahr 1993 haben die damaligen Bischöfe von Regensburg und Pilsen, Manfred Müller und František Radkovský, begonnen, ein enges Netz der Verbundenheit und Freundschaft zu knüpfen. Ihre Nachfolger Gerhard Kardinal Müller, Tomáš Holub und Rudolf Voderholzer haben an dieser Freundschaft weitergebaut.

 (Harald Beitler, Bischöfliche Presse und Medienabteilung)

 

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